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Bachelor und Master - Was ihr schon immer wissen wolltet Dienstag, 7. September 2010
     
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Bachelor und Master - Was ihr schon immer wissen wolltet
Der Bachelor ist der erste und niedrigste akademische Grad, der von Studenten nach dem Abschluss einer wissenschaftlichen Ausbildung zu erreichen ist. 1999 wurde in der Bologna-Reform die europaweite Umsetzung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge beschlossen. Die Umsetzung dieser Reform dauert bis heute an und wird als Bologna-Prozess bezeichnet. Durch diese europaweit einheitlichen Studiengänge soll die Mobilität, internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Beschäftigungfähigkeit gefördert werden. Durch diese drei Hauptziele soll ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum geschaffen werden. Beim Bachelor beträgt die Regelstudienzeit drei bis vier Jahre, was sechs bis acht Semstern entspricht, wobei sechs Semester am häufigsten auftreten. Durch das neue verbreitete ECTS (European Credit Transfer System) soll sichergestellt werden, dass die Leistungen der Studenten an den Hochschulen vergleichbar sind und bei einem Wechsel von einer Hochschule zur anderen, auch grenzübeschreitend, anrechenbar sind. Nach diesem System sind bei sechs Semstern 180 Leistungspunkte (credit points) zu erbringen, was 30 Punkte pro Semester entspricht. Rechnerisch ergibt sich daraus ein Arbeitsaufwand von durchschnittlich 40 Stunden pro Woche. Zu der Arbeitsbelastung zählt die gesamte Arbeitszeit, die vom Studierenden für das Studium aufgebracht werden muss, d.h. sowohl die Zeit für Vorlesungen, Seminare und Prüfungen als auch das sogenannte Eigenstudium mit Vor- und Nachbereitung fliest in diese Berechnung mit ein. Die Lehrveranstaltungen sind beim Bachelor in Module zusammengefasst. Ein Modul beinhaltet ein oder mehrere Lehrveranstaltungen mit dem selben Lernziel. Die besondern Vorgaben der Bologna-Reform soll durch die Akkreditierung der Studiengänge gewährleistet werden. Die Akkreditierung wird meist nach der Einführung eines neuen Studiengangs begonnen. Dieser Umstand führt zu der Kritik, das die ersten Bachelor-Studierenden Versuchskaninchen sein, da das endgültige Ergebnis des Verfahrens zur Akkreditierung ungewiss ist. Für den Bachelor gibt es verschieden Abschlussbezeichnungen. Der Bachelor of Arts (B.A.) und Bachlor of Science (B.Sc.) sind sicherlich die bekanntesten und auch am meist verbreitesten. Weiterhin gibt es noch den Bachelor of Laws (LL.B.), den Bachelor of Engineering (B.Eng.), Bachelor of Fine Arts (B.A.F.), Bachelor of Education (B.Ed.) und den Bachelor of Music (B.Mus.). Der Bachelor-Abschluss ist sowohl der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss als auch der Qualifikationsnachweis für ein anschließenden Masterstudium. Der Master ist der zweite akademische Grad den Studierende an Hochschulen als Abschluss einer wissenschaftlichen Ausbildungen erlangen können. Die Regelstudienzeit für den Master beträft ein bis zwei Jahre. Der Master verleiht dieselben Rechte wie die bisherigen Diplom- oder Magisterabschlüsse der Universitäten. Desweitern ist der Masterabschluss berufsqualifizierend und berechtigt zur Promotion. Die Masterstudiengänge werden vier verschiedenen Profiltypen zugeordnet: stärker forschungsorientiert, stärker anwendungsorientiert, künstlerisch und lehramtsbezogen. In Deutschland gibt es konsekutive, nicht-konsekutive und weiterbildenden Masterstudiengänge. Die konsekutiven Studiengänge bauen auf den vor erworbenen Bachelorstudiengang auf und können ihn entweder fachlich fortführen oder vertiefen. Die nicht-konsekutive Masterstudiengänge bauen nicht auf einen speziellen Bachelor auf. Weiterbildende Studiengänge ähneln sehr den nicht-konsekutiven Studiengängen und setzen zudem eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung voraus. Die Masterstudiengänge sind zulassungsbeschränkt. Die Zulassungsvoraussetzungen sind Gegenstand der Akkreditierung. Wenn man den Master erfolgreich abgeschlossen hat, studiert man, mit vorherigem Bachlorstudium, 10 Semster, was fünf Jahren entspricht.


 
 
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